Haus der Salome Alt
Stadtplatz 24

Dieses Haus, auch
"Hoffman'sches Freihaus" genannt, war ursprünglich ein
Bürgerhaus, das in der 1. Hälfte des 16. Jhdts. von
Kaiser Ferdinand I. erworben wurde. Das Gebäude diente bei
Aufenthalten des Kaisers in der Welser Burg seinem zahlreichen
Gefolge als Unterkunft.
1552 gelangte das Haus in den Besitz der Freiherren von Hoffmann
und wurde zum Freihaus. Unter einem "Freihaus" versteht man einen
Adelssitz innerhalb der Stadtmauern, der von allen städtischen
Verpflichtungen befreit war.
Salome Alt von Alenau, die langjährige Geliebte des Salzburger
Erzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau, erwarb 1622 das Haus und
vermachte es ihrem Sohn Viktor, der es 1668 an Mathias Eisl von
Eiselsberg verkaufte. Heute ist das Haus in Privatbesitz.
Das Haus hat einen
interessanten spätgotischen Eckerker aus der Mitte des 16.
Jhdts. mit reich verzierten Architekturteilen. Bemerkenswert sind
die schönen Renaissance-Freskomalereien aus der 2. Hälfte
des 16. Jhdts., die 1956 bei Renovierungsarbeiten freigelegt
wurden. Davon sind besonders eindrucksvoll die Wappenmalereien an
den drei Seiten des Eckerkers, wo die drei Wappen aus der
Verwandschaft der Familie Hoffmann dargestellt sind (Salm, Hoffmann
von Grünbühel, Polheim).
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